Eines hat Horst Steffen schon nach wenigen Wochen auf unfreiwillige Weise erreicht: Der neue Trainer von Werder Bremen ist so etwas wie der «Kollegen-Killer» der Fußball-Bundesliga. Der Niederländer Erik ten Hag musste nach einem 3:3 in Bremen bei Bayer Leverkusen gehen. Und auch der Schweizer Gerardo Seoane ist bei Borussia Mönchengladbach nach dem 0:4 (0:2)-Debakel gegen Werder kaum noch zu halten.
Nur Steffen selbst hat seine stürmischen ersten Wochen in Bremen erfolgreicher überstanden, als das zwischenzeitlich zu befürchten war. Die Tore von Samuel Mbangula (15. Minute), Jens Stage (26.), Romano Schmid (74./Foulelfmeter) und Justin Njinmah (81.) überwanden endgültig jene Krisenstimmung, die durch die großen Verletzungsprobleme, den Transferstau und das Pokal-Aus in Bielefeld schon so früh aufgekommen war.