Nach der Aufholjagd im Bundesliga-Abstiegskampf ist der VfL Wolfsburg gut vorbereitet auf die beiden Relegationsspiele gegen den SC Paderborn. «Wir haben seit Wochen Anspannung», sagte Trainer Dieter Hecking vor dem Hinspiel an diesem Donnerstag in der Volkswagen Arena (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky). «Wir standen gehörig unter Druck, weil wir etwas aufholen mussten, weil wir ein Jäger waren. Wir haben vom ersten Tag an gesagt: Wenn wir die Relegation spielen dürfen, ist es ein Erfolg. Hätten wir das vor neun Wochen gesagt, hättet ihr gesagt: Wie soll das denn funktionieren?»
Zweitligist Paderborn werde «kein Selbstläufer. Fußballerische Qualität und Marktwerte: Das ist alles Papperlapapp», sagte Hecking. «Aber auch wenn jetzt alle sagen: Wolfsburg hat mehr zu verlieren. Auch wir haben etwas gewonnen - nämlich, dass wir diese beiden Spiele jetzt noch spielen dürfen.»
VfL ohne Wimmer und Vinicius
Das Risiko in diesen zwei Partien am Donnerstagabend in Wolfsburg und am Montagabend in Paderborn liege darin: «In nur zwei Spielen kann alles passieren», sagte Hecking. «Du kannst den besten Matchplan haben. Und dann tritt einer über den Ball oder kriegt eine frühe Rote Karte - und das ganze Relegationsspiel wird sich verändern. Es sind nicht 34 Spieltage. Sondern es sind zwei Spiele, in denen Kleinigkeiten den Ausschlag darüber geben, ob du in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen darfst oder nicht.»
Ersetzen muss der VfL zwei wichtige Spieler: Vinicius Souza ist am Donnerstag gelbgesperrt. Und Patrick Wimmer werde wegen seiner Oberschenkel-Verletzung «wahrscheinlich auch im zweiten Spiel» fehlen, sagte Hecking.
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