Diese Bilder tun dem deutschen Frauenfußball weh. Barcelona 6, Wolfsburg 1, stand auf der Anzeigetafel des Estadi Johan Cruyff. Und darunter verabschiedete sich Alexandra Popp nach dem krachenden Champions-League-Aus gegen diesen übermächtigen Gegner von drei Spielerinnen besonders herzlich.
Die Polin Ewa Pajor, die Schwedin Fridolina Rolfö, die Norwegerin Ingrid Engen: Drei Topspielerinnen, die in den vergangenen vier Jahren vom VfL Wolfsburg zum FC Barcelona gingen. Drei Fälle, die auch erklären, warum die deutschen Clubs im internationalen Vergleich immer mehr den Anschluss verlieren.
«Es ist gerade leider die Realität», schrieb Popp hinterher bei Instagram. «Wir sind zurzeit nicht gut genug, das müssen wir ALLE endlich kapieren.»
Der deutsche Frauenfußball liefert aktuell Schlagzeilen, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. 57.000 Fans sorgten am vergangenen Wochenende für einen Zuschauerrekord beim DFB-Pokalspiel zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen. Immer mehr Mädchen, die Fußball spielen, ließen den Deutschen Fußball-Bund 2024 einen Mitgliederboom verkünden, den es in der 125-jährigen Geschichte des Verbands noch nicht gab.