Erbarmungslose Pfiffe gegen Gerardo Seoane: Nach der ersten Bundesliga-Heimniederlage von Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen seit 15 Jahren gerät der Schweizer Trainer unter Druck. Beim 0:4 (0:2) offenbarten die Gladbacher eklatante Abwehrschwächen und trotz einer spielbestimmenden Leistung erhebliche Probleme im Abschluss. Auch nach drei Spieltagen ist die Borussia noch immer torlos. Zuletzt hatte Gladbach in der Liga zu Hause gegen Werder im Oktober 2010 verloren.
«Wir können überhaupt nicht zufrieden sein. Heute war vieles nicht gut», sagte Gladbachs Rocco Reitz bei DAZN: «Das ist zu wenig, das ist kein Bundesliga-Niveau. Da kriegst du dann auch mal vier Dinger.» Man müsse das nun «einen Tag sacken lassen und dann weitermachen». Teamkollege Robin Hack ergänzte deutlich: «Wir haben einfach große Scheiße gespielt heute. Im Großen und Ganzen muss man einiges ändern.» Das Team habe in wichtigen Situationen «viele falsche Entscheidungen getroffen», sagte Hack.
Tore von Samuel Mbangula (15. Minute), Jens Stage (26.), Romano Schmid (74.) per Foulelfmeter und Justin Njinmah (81.) besiegelten den Saison-Fehlstart der Borussia, die mit nur einem Punkt aus drei Spielen früh in der Krise steckt. Angesichts von Heimspielen gegen Aufsteiger Hamburger SV und gegen den vermeintlichen Lieblingsgegner aus Bremen ist diese Ausbeute viel zu wenig. Zumal bei den nun folgenden Aufgaben in Leverkusen und gegen Frankfurt weitere Rückschläge drohen.