Ole Werner blieb sich treu. Norddeutsch-nüchtern sprach der Trainer des SV Werder Bremen über das nächste Spiel in der Fußball-Bundesliga. Ein Spiel, das angesichts seiner Vita nicht irgendein Spiel für ihn sein dürfte. Schließlich kommt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in der KSV Holstein der Verein ins Weserstadion, der ihn und den er mitgeprägt hat. «Ich habe eine Verbindung zu dem Verein, auch eine enge Verbindung. Auf der anderen Seite ist es jetzt auch über drei Jahre her, dass ich dort tätig war, und das ist nichts, was jetzt Thema ist für das Spiel», sagte der 36-Jährige in seiner ihm eigenen unaufgeregten Art. «Wenn man sich in diesem Beruf bewegt, in dem ich mich bewege oder auch die Spieler, dann ist es normal, dass man auch hier und da mal auf Vereine trifft, wo man auch mal gearbeitet hat.»
Rapp über Werner: «Ein sehr guter Trainer»
Er kenne Ole Werner eher aus der Ferne, sagte Rapp. «Ole hat schon einen klaren Plan, wie er Fußball spielen will.» Die Bremer hätten klare Abläufe, gepaart mit individueller Qualität. «Und das macht die Mannschaft dann stark und das macht Ole auch aus.» Er könne gut im Spiel oder in der Pause noch mal reagieren. «Deswegen: Ole ist ein sehr guter Trainer, vor dem ich sehr Respekt habe.»
Nach Werners freiwilligem Ausscheiden in Kiel kam Rapp im Oktober 2021 ganz in den Norden. In der vergangenen Saison gelang ihm, was Werner nicht vergönnt war: der erstmalige Aufstieg mit Holstein in die Bundesliga.
Werner stieg am 28. September vor drei Jahren in Bremen als Nachfolger von Markus Anfang - ebenfalls ein ehemaliger Holstein-Trainer - ein. Einen Tag zuvor hatte Werder in Kiel mit 1:2 verloren.
Auch Ducksch mit Holstein-Vergangenheit
Werner ist aber nicht der einzige Werder-Akteur mit Förde-Vergangenheit. Torjäger Marvin Ducksch war von Januar 2017 bis Juni 2018 in Kiel, stiegt mit dem Verein von der 3. Liga in die 2. Bundesliga auf und wurde Zweitliga-Torschützenkönig. «Die Station war sehr wichtig für mich», sagte der 30-Jährige werder.de. «Ich erinnere mich gerne an die anderthalb Jahre zurück, weil sie mit die schönste Zeit in meinem Leben waren.»
Auch wenn Werner noch immer eine Verbindung zu Holstein hat, tat die Trennung beiden Seiten gut. Werner erwies sich als Trainer schnell als perfektes Match für die Bremer. Er führte die Mannschaft in der Saison 2021/22 vom zehnten auf den zweiten Platz und damit in die Bundesliga zurück.