In der Dauerdebatte um Fangewalt im deutschen Fußball haben die Länder-Sportminister ein stärkeres Entgegenkommen der Verbände DFB und DFL gefordert. «Wir sehen die Gefahr, dass wir an einem Kipppunkt sind», sagte Hamburgs Sportsenator Andy Grote am Rande der Sportministerkonferenz auf Norderney. Die jüngsten Beschlüsse der Deutschen Fußball Liga würden den erhofften Konsens zwischen Politik und Vereinen nicht mitgehen, erklärte der SPD-Politiker.
Zuvor hatten die Innenminister von Nordrhein-Westfalen und Sachsen, Herbert Reul und Armin Schuster (beide CDU), dem DFB und der DFL vorgeworfen, insbesondere beim Thema Stadionverbote zu zaghaft zu sein. Theresa Schopper (Grüne), die Vorsitzende der Sportministerkonferenz, sagte nun: «Ausschreitungen und Gewalt in den Stadien oder drumherum tolerieren wir nicht. Wir werden der Innenministerkonferenz die volle Rückendeckung geben, damit wir mit DFB und DFL zu entsprechenden Vereinbarungen kommen.»