Der nächste Versuch ist: Bier mit weniger Alkohol. Schon seit Jahren suchen Politik, Polizei und beide Vereine nach Wegen, um das völlig überhitzte Fußball-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig zu entspannen. In der vergangenen Saison wurde ein Großteil der Gästefans bei beiden Spielen ausgeschlossen. Und auch an diesem Freitag (18.30 Uhr/Sky) wird es in Hannovers Heinz von Heiden Arena eine Pufferzone geben, in der rund 7000 Plätze aus Sicherheitsgründen frei bleiben.
Damit sich die verbleibenden 42.000 Zuschauer besser im Griff haben, sind die 96er und ihr Biersponsor auf die Idee gekommen, im Stadion ein Kaltgetränk mit reduziertem Alkoholgehalt zu verkaufen. Das Kalkül dahinter: Alkohol-Ausschank ist bei einem solchen Hochsicherheits-Duell in der Regel verboten. Genau das führt aber häufig dazu, dass viele Anhänger schon stark angetrunken zum Stadion kommen.
Ob es hilft? Die Fangruppen beider Vereine sind derart verfeindet, dass Hannovers Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke bei seinem Derby-Appell sogar die Weltlage bemühte. «In Zeiten wie diesen muss man sich wirklich mal Gedanken machen, wie man bestehende Rivalitäten im Fußball auslebt», sagte Schmadtke der «Bild». «Ich finde, wir haben genug Unruhe auf der Welt und müssen beim Fußball nicht auch noch mit Randale anfangen.»