Der neue Werder-Trainer sprühte vor Energie. Seit fast drei Monaten haben die Bremer in der Fußball-Bundesliga kein Spiel mehr gewonnen. Die Diskussionen um Horst Steffen, die Auftritte des Teams, die Kritik an der Kaderplanung - all das lastet seit Wochen auf dem Club. Doch am Mittwoch betrat Daniel Thioune das Weserstadion und verbreitete wieder so etwas wie Zuversicht, Glauben und Selbstvertrauen. Aussagen wie seine hat man bei Werder schon länger nicht mehr gehört.
«Jetzt ein Teil dieser Familie zu sein, ist schon mega cool», sagte der 51-Jährige bei seiner ersten Pressekonferenz als Nachfolger von Horst Steffen. Ja, Werder stehe weit unten. Ja, die Aufgabe sei «anspruchsvoll». Aber bei so einem Traditionsverein zu arbeiten «gibt mir so viel, dass ich die Überzeugung habe, dass ich der richtige Trainer am richtigen Ort bin», meinte Thioune.
Er sei sicher, «dass wir am Ende der Saison nicht nur drei Teams hinter uns lassen, sondern in den letzten 14 Spielen auch zeigen können, dass deutlich mehr in der Mannschaft steckt».