Nach der Verhandlung am Bundesverfassungsgericht hat Bremens Innensenator Ulrich Mäurer sich für eine Einigung mit der Deutschen Fußball Liga zu den Polizeikosten bei Hochrisikospielen ausgesprochen. «Das Problem kann man sehr einfach lösen, indem einfach die DFL eine Summe x bereitstellt», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Karlsruhe. «Diese wird dann nach dem Aufwand der einzelnen Länder verteilt. Natürlich bekommt Nordrhein-Westfalen das Meiste, weil sie auch am meisten belastet sind».
Man brauche kein bundesweites Gebührenrecht, erklärte Mäurer mit Blick auf die Bremer Besonderheit. «Das ist nur ein Weg gewesen, um überhaupt ins Verfahren zu kommen.» Es sei nie um eine Übernahme aller Kosten gegangen, sondern um eine Beteiligung. «Und das kann man auch vernünftig untereinander regeln und ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr so weit sind, dass wir das zum Abschluss bringen.»
Als Hochrisikospiele werden solche Spiele bezeichnet, bei denen besonders mit Auseinandersetzungen zwischen den Fan-Lagern gerechnet wird. Am höchsten deutschen Gericht ging es am Donnerstag um die Frage, ob der DFL Polizeikosten für solche Partien in Rechnung gestellt werden dürfen. Mit einer Verfassungsbeschwerde richtet sich die DFL gegen eine Regelung aus Bremen, nach der die Stadt bei bestimmten Großveranstaltungen von den Veranstaltern Gebühren für größeren Polizeiaufwand erheben kann. Ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet.