Als der Karrieresprung zum VfL Wolfsburg perfekt war, konnte Tobias Strobl seine große Vorfreude nicht verbergen. «Als es dann geklappt hat, haben wir uns zu Hause schon ein Kaltgetränk aufgemacht», sagte der neue Coach des Erstliga-Absteigers bei seiner Vorstellung Anfang Juni. Vom kleinen SC Verl zum ungeachtet des Erstliga-Abstiegs immer noch vor allem finanziell großen VfL Wolfsburg. «Da hatte man schon ein Lächeln im Gesicht», sagte der neue Hoffnungsträger beim VW-Club.
In der völlig verkorksten und am Ende mit dem verdienten Abstieg zu Ende gegangenen letzten Saison hatte es der VfL mit drei unterschiedlichen Trainertypen versucht. Erst der völlig unerfahrene Paul Simonis aus den Niederlanden, der auch wegen seiner zu netten Art und seiner Sprachbarriere scheiterte. Dann der extrem selbstbewusste Daniel Bauer aus dem eigenen Nachwuchs, der auch wegen des wild zusammengewürfelten Kaders scheiterte.
Und schließlich Trainer-Veteran Dieter Hecking, der die Wolfsburger zwar noch in die Relegation führte, dort aber gegen Paderborn scheiterte. Der Abstieg konnte dem guten Ruf des Pokalsieger-Trainers von 2015 aber nichts anhaben, Hecking wurde zum Sport-Geschäftsführer befördert. Und entschied sich gemeinsam mit Sportdirektor Pirmin Schwegler für Strobl als seinen Nachfolger.