Die Geldgeber fordern den Aufstieg. Der Sportdirektor schimpft nach dem Aus im DFB-Pokal («Das gucke ich mir nicht mehr lange an»). Der Trainer steht deshalb mal wieder ganz genau unter Beobachtung. Und einen Geschäftsführer, der dieses komplizierte Gebilde stabilisieren könnte, gibt es gerade nicht. Dessen Absetzung wurde nach einem zweijährigen Rechtsstreit gerade erst vom Bundesgerichtshof bestätigt.
Das alles ist kein Ausschnitt aus der turbulenten jüngeren Vereinsgeschichte des Hamburger SV. Sondern kurz zusammengefasst die aktuelle Lage des nächsten HSV-Gegners Hannover 96. Wenn es am Freitagabend vor 49.000 Zuschauern zum Nordduell in der Heinz von Heiden Arena kommt (18.30 Uhr/Sky), dann steht der Gegner ausnahmsweise mal mehr unter Druck als die Hamburger selbst. Und das kommt in der 2. Fußball-Bundesliga nur sehr selten vor.