Ex-Nationaltorhüterin Merle Frohms hat die Kommunikation beim Deutschen Fußball-Bund im Umgang mit ihrer Degradierung im Nationalteam bemängelt. «Trainer haben natürlich immer alles Recht der Welt, ihre Entscheidungen zu treffen. Das Einzige, was ich nicht nachvollziehen konnte, war, dass die Kommunikation wenig bis gar nicht vorhanden war», sagte die 29-Jährige vom VfL Wolfsburg in einem Interview der «Wolfsburger Allgemeinen Zeitung».
Die langjährige Stammkeeperin hatte ihren Platz bei den Olympischen Spielen an die in den USA spielende Ann-Katrin Berger abgeben müssen. Die damals 33-Jährige war von Bundestrainer Horst Hrubesch zur Nummer 1 gekürt worden. «Ich habe es dann erst nach unserem Treffen in Frankfurt erfahren, einen Tag vor der Reise zum Turnier nach Frankreich», sagte Frohms. Berger sicherte mit starken Leistungen der DFB-Auswahl Olympia-Bronze und wurde danach zu Deutschlands «Fußballerin des Jahres» gewählt.