Sichtlich erleichtert umarmten sich die Spielerinnen um Kapitänin Giulia Gwinn nach dem Torfestival gegen Schottland. Der Fußball-Hit «Major Tom» mit der Liedzeile «völlig losgelöst» aus den Lautsprechern in Wolfsburg passte allerdings nicht so zu einem äußerst wechselhaften Auftritt der deutschen Fußballerinnen. Erst nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit kam die DFB-Auswahl zu einem 6:1 (0:1) gegen den Außenseiter in der Nations League.
«Die Mädels haben mich heute zweimal sprachlos gemacht, einmal in der ersten Halbzeit, einmal in der zweiten Halbzeit. Wie man so zwei Gesichter zeigen kann mit nahezu der gleichen Truppe, das ist schon außergewöhnlich. Das müssen wir in den Griff kriegen. So eine Halbzeit darf man sich bei der Europameisterschaft nicht leisten», mahnte Bundestrainer Christian Wück in der ARD.
Keine drei Monate vor der EM wachten die deutschen Fußballerinnen gegen Schottland erneut erst spät auf - jubelten am Ende aber über drei Tore von Selina Cerci und einen Kantersieg. «Ich glaube, dass wir eine fette Ansage bekommen mussten», sagte Cerci über die Halbzeitanalyse und ergänzte: «Wenn wir so wie in der zweiten Halbzeit auftreten, kann es gut werden.»