Diese Bilder wirken nach. Die eine Fangruppe versuchte, die Sicherheitsabsperrung Richtung Heimblock zu durchbrechen. Die andere Fangruppe beschoss sie daraufhin mit Leuchtraketen.
Zwei Wochen sind die schweren Ausschreitungen beim Ost-Duell zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden mittlerweile her. Und vor dem nächsten Hochrisiko-Spiel im deutschen Fußball am Sonntag zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig (13.30 Uhr/Sky) haben sie eine alte Sicherheitsdebatte noch einmal neu ausgerichtet.
Es geht nicht mehr nur um Fragen wie: Pyrotechnik erlauben - ja oder nein? Oder: Wer bezahlt die Polizei-Einsätze? Sondern auch darum, ob sich Familien im Speziellen oder der nicht-organisierte Teil der Fußball-Fans im Allgemeinen in den Stadien noch sicher fühlen.
Es war der Rostocker Trainer selbst, der diese Sorge nach dem Spiel gegen Dresden benannte. «Über dem Spielertunnel saß mein Sohn. Der hat geweint, weil er Angst hatte», sagte Daniel Brinkmann bei MagentaSport. «Fußballstadien sind Orte, wo sich die Leute wohlfühlen sollen. Wo man sich auch mal beleidigen kann, aber es darf nicht gefährlich werden. Es war aber gefährlich - und das ist nicht gut.»