Alexandra Popp kann vermutlich besser als jede andere erzählen, wie sich der Frauenfußball in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Als sie 2012 vom FCR Duisburg zum VfL Wolfsburg wechselte, erschien dazu eine neunzeilige Mitteilung. Als sie nun 14 Jahre später ihre letzte Pressekonferenz in Wolfsburg gab, stellten 26 Journalisten und fünf Kamerateams mehr als eine Stunde ihre Fragen. «Ein Stück weit berührt mich das», sagte die 35-Jährige. «Dieser Abschied ist nicht leicht.»
Mit dem VfL hat Popp in diesen 14 Jahren sieben deutsche Meisterschaften, elf DFB-Pokal-Endspiele und zwei Champions-League-Titel gewonnen. Aus ihren 145 Länderspielen ragen vor allem der Olympiasieg 2016 und das verlorene EM-Finale 2022 heraus.
Dass sie nach dieser Saison zu Borussia Dortmund wechseln wird, obwohl die noch gar nicht wissen, ob sie den Aufstieg von der Regionalliga in die 2. Bundesliga überhaupt schaffen, kann sie nur so erklären: «Das war nie eine Entscheidung gegen den VfL. Sondern für mein Herz. Ich hätte auch hier verlängern können. Ich hatte einen sehr guten Vertrag vorliegen. Aber ich hatte Angst, die Chance zu verpassen, noch einmal für den BVB zu spielen.»