Bei Bayer Leverkusen herrscht schon nach dem zweiten Bundesliga-Spieltag Krisenstimmung. Kapitän Robert Andrich kritisierte die Mannschaft und indirekt auch den neuen Trainer Erik ten Hag nach dem 3:3 (2:1) bei Werder Bremen massiv. In Überzahl gab der Ex-Meister im Weserstadion noch eine 3:1-Führung her. Und das nur eine Woche nach der überraschenden Auftaktniederlage gegen Hoffenheim.
«Wir haben zu viele Leute, die sich nur mit anderen Sachen beschäftigen. Wir haben zu viele, die sich nur mit sich beschäftigen. So sah das Spiel auch aus: Jeder hat für sich gespielt. Jeder ist auf dem Platz herumgelaufen für sich allein», schimpfte Andrich.
Auf die Frage, ob die Leverkusener Spieler die Anweisungen ten Hags nur falsch umsetzen würden oder ob sie schlicht nicht wüssten, was sie tun haben, sagte der 30 Jahre Nationalspieler: «Es ist eine Mischung aus beidem. Da muss ich mich auch in die Pflicht nehmen, denn: Ich bin Kapitän, ich bin Mittelfeld, ich muss den Laden zusammenhalten. Deshalb muss ich mich als allererstes hinterfragen.»