3. Liga: Fortuna Köln siegt 3:1 bei TSV Havelse in Hannover – Stadion-Streit belastet Gastgeber
In der 3. Fußball-Liga hat Fortuna Köln das Nachholspiel beim TSV Havelse gewonnen. Der Aufsteiger siegte beim Tabellenletzten mit 3:1 (1:0). Das Spiel sahen nur 907 Fans in der fast leeren Arena des Zweitliga-Clubs Hannover 96 mit ihren 49.000 Plätzen. Bennit Bröger brachte die Fortuna in der 38. Minute in Führung. Nach der Pause kamen die Havelser zum verdienten Ausgleich durch Kwasi Wriedt (67.) sowie zwei Pfostentreffer von Robin Velasco (54.) und erneut Wriedt (81.). Die entscheidenden Tore schossen jedoch Jannik Mause (83.) und Enzo Wirtz (90.+2) für die Kölner. Dass diese Partie in die Länderspiel-Pause verlegt wurde, hat mit der Stadion-Problematik des niedersächsischen Clubs zu tun. Nach einer viel kritisierten Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes müssen die Havelser vorerst in der 49.000 Zuschauer fassenden Heinz von Heiden Arena spielen. Die benötigte Hannover 96 am vergangenen Wochenende aber selbst. Das eigene Wilhelm-Langrehr-Stadion des TSV in Garbsen ist nicht drittliga-tauglich. Das als Ausweich-Spielstätte favorisierte Eilenriedestadion der zweiten Mannschaft von Hannover 96 hat der DFB noch nicht freigegeben. Nach Angaben der Havelser liegt zwar eine Genehmigung der Behörden in Hannover vor. Der DFB fordert an den installierten Zusatztribünen im Stadion jedoch weiterhin Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes sowie einiger statischer Voraussetzungen. «Wir sind am Ende die Leidtragenden. Es ist für uns nach wie vor unverständlich, warum wir nicht in einem spielbereiten Stadion spielen können», sagte Havelses Geschäftsführer Björn Benke der «Neuen Presse». Das nächste Heimspiel nach der Länderspiel-Pause gegen die Würzburger Kickers hofft der Club, im Eilenriedestadion austragen zu können. Gegen Fortuna Köln musste der TSV aber noch einmal die deutlich höheren Mietkosten in der Heinz von Heiden Arena tragen. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenStadion-Streit mit dem DFB