Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Niedersachsen hat sich fast verdoppelt und einen neuen Höchststand erreicht. Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) zählte im Jahr 2024 insgesamt 650 Taten, darunter Angriffe, Bedrohungen und Sachbeschädigungen.
RIAS-Projektleiterin Katarzyna Miszkiel-Deppe nennt diese Entwicklung ein alarmierendes Signal: «Antisemitismus war 2024 für viele Jüdinnen und Juden
keine abstrakte Bedrohung, sondern brutale Realität: auf der Straße, in Schulen, online und selbst an Schutzorten wie Synagogen», sagte sie. Diese Entwicklung dürfe weder verharmlost noch als Randerscheinung abgetan werden.