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Armut in Bremen steigt auf 27,5 Prozent – höchste Quote bundesweit

Viele Familien mit Kindern müssen mit wenig auskommen. (Symbolfoto) / Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Viele Familien mit Kindern müssen mit wenig auskommen. (Symbolfoto) / Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

In Bremen müssen viele Menschen jeden Cent umdrehen - und es reicht dennoch kaum zum Leben. Wer besonders betroffen ist.

Mehr als jeder vierte Mensch in Bremen lebt in Armut. In keinem anderen Bundesland seien so viele in finanzieller Not, teilte der Paritätische Wohlfahrtsverband mit. Die Armutsquote betrug in Bremen im vergangenen Jahr 27,5 Prozent, bundesweit 16,1 Prozent. Auch in Niedersachsen lag die Quote mit 17,4 Prozent über dem Durchschnitt.

Die Situation verschärfe sich, warnt der Verband. Im Jahr zuvor lag die Armutsquote im kleinsten Bundesland noch bei 25,9 Prozent. «Die Entwicklung in Bremen macht uns große Sorgen», meint Joachim Schuster, Verbandsratsvorsitzender des Paritätischen Bremen. «Wenn dieser Trend anhält, ist bald jeder dritte Mensch in Bremen arm.» Mit den geplanten Kürzungen in der Pflege, beim Wohngeld sowie bei Jugend- und Eingliederungshilfe könnte es für viele Menschen noch schwieriger werden.

Die Entwicklung zeichnet sich bundesweit ab: Zuletzt lebten in Deutschland immer mehr Menschen in Armut. Ihr Einkommen reicht nicht aus, um in angemessener Weise an der Gesellschaft teilhaben zu können. Laut dem Bericht sind besonders Alleinerziehende und allein lebende Menschen von Armut betroffen. Auch bei vielen jungen Erwachsenen und Senioren reicht das Geld nicht, unter ihnen sind deutlich mehr Frauen als Männer.

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