Mehr Menschen in Niedersachsen bekommen Hilfe zum Lebensunterhalt. Das teilte das Statistische Landesamt mit. Ende 2025 bekamen 4,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor die als Sozialhilfe bekannte Unterstützung, die zeitlich begrenzt ausgezahlt wird.
Anspruch auf das Geld haben Menschen, die sich lebensnotwendige Ausgaben vorübergehend etwa nicht aus eigenen Mitteln oder anderen Hilfen finanzieren können. Gründen können eine vorübergehende Erwerbsunfähigkeit, Vorruhestand mit niedriger Rente oder langfristige Erkrankungen sein. Die Hilfe soll ein Leben in Würde ermöglichen. Mit dem Geld kann ein Teil des täglichen Bedarfs an Nahrung, Kleidung, Heizung oder Miete gedeckt werden.
Anders als die Grundsicherung, die bis vor kurzem Bürgergeld hieß, richtet sich die Sozialhilfe nicht an arbeitsfähige aber arbeitslose Menschen. Sondern in erster Linie an Menschen, die vorübergehend keiner Arbeit nachgehen können.
In Niedersachsen nahmen mit Stichtag 31. Dezember 26.270 Menschen die Hilfe ein Anspruch - 1.180 mehr als im Vorjahr. Die Betroffenen waren im Schnitt knapp 57 Jahre alte und etwas häufiger Frauen. Sie lebten in etwa zu gleichen Teilen in privaten Wohnungen und Einrichtungen wie Pflegeheimen. Besonders groß war der Anstieg den Angaben nach bei Alleinstehenden, die nicht in einer Einrichtung lebten. Neben der Zahl der Betroffenen gab es auch einen Anstieg bei der Bezugsdauer um gut einen Monat auf 29.
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