Immer mehr Menschen sind wegen psychischer Störungen und anderer gesundheitlicher Probleme infolge von Cannabis-Konsum in ärztlicher Behandlung. Nach Hochrechnung der Kaufmännische Krankenkasse KKH waren es im vergangenen Jahr bundesweit etwa 250.500 Menschen und damit rund 14,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Zu den Gründen für die Behandlungen infolge des Kiffens zählten akuter Rausch, schädlicher Gebrauch, Abhängigkeit, Entzugssyndrome sowie Psychosen.
Im April 2024 wurde Cannabis in Deutschland teilweise legalisiert, Erwachsene dürfen seither maximal 50 Gramm zu Hause aufbewahren. Von den KKH-Versicherten wurden im vergangenen Jahr 4.940 Patientinnen und Patienten mit der Diagnose «Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide» behandelt. Dies seien hochgerechnet etwa 30 Fälle pro 10.000 Einwohner, hieß es. Im Jahr 2019 waren es laut Hochrechnung nur 21 Fälle.