Der Leiter der Drogenfahndung in Hannover sieht in dem Gesetz zur Teil-Legalisierung von Cannabis erhebliche Defizite. «Ein Staatsanwalt sagte mir mal, es sei das schlechteste Gesetz, das er je gesehen habe», sagte Ingo Hörmann, Leiter der Zentralen Ermittlungsgruppe Betäubungsmittel bei der Polizeiinspektion Hannover, dem «Spiegel». Er sei kein grundsätzlicher Gegner einer Legalisierung. «Aber so, wie es umgesetzt wurde, kann es meiner Ansicht nach nicht funktionieren», so Hörmann.
Dealer müssen weniger strafrechtliche Konsequenzen befürchten
Früher sei man über Kontrollen von Konsumenten auch an größere Dealer herangekommen, sagte Hörmann. Heute sei die Arbeit in diesem Zusammenhang deutlich komplizierter geworden. Dealer hätten weniger strafrechtliche Konsequenzen zu befürchten.
«Einige Leute haben wir allein dieses Jahr schon zehnmal beim Dealen erwischt und festgenommen. Und am nächsten Tag stehen sie wieder auf der Straße, als wäre nichts geschehen», sagte Hörmann.
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