Die Zahl der gesprengten Geldautomaten in Niedersachsen ist in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Wie das Landeskriminalamt (LKA) auf dpa-Nachfrage mitteilte, gab es bis Ende November 13 vollendete Sprengungen und fünf Versuche. Im Jahr 2023 sprengten Täter bis Ende November 26 Geldautomaten, dazu kamen neun Versuche. Die Kriminellen nutzen bei den Taten gefährliche Sprengstoffe und richten hohen Sachschaden in Bankfilialen an.
Zahlreiche Festnahmen und Verurteilungen
Was genau zum Rückgang der Taten geführt hat, kann dem LKA zufolge nicht abschließend beurteilt werden. Wahrscheinlich sei aber, dass erfolgreiche Ermittlungen, zahlreiche Festnahmen und Verurteilungen Einfluss auf das Verhalten der Täter haben. Auch der Einsatz der Banken, um den Schutz der Geldautomaten zu erhöhen, zeige Wirkung.
Seit einem Höchststand von Sprengungen im Jahr 2022 verringerte sich die Zahl der Taten. Damals wurden im Gesamtjahr 40 vollendete Sprengungen und 28 Versuche gezählt. Dem LKA zufolge haben die Behörden den Kampf gegen Geldautomatensprengungen seit dem Jahr 2022 intensiviert. «In den Jahren 2023 und 2024 kam es zu zahlreichen Festnahmen von Tätern in Niedersachsen, aber auch in anderen Bundesländern», berichtete die LKA-Sprecherin. Neben den erfolgreichen Ermittlungsverfahren der Polizei und Justiz erhöhten Banken und Sparkassen das Sicherheitsniveau an den Standorten von Geldausgabeautomaten.