Im Betrugsprozess um manipulierten Schrott beim Kupferhersteller Aurubis hat ein Verteidiger die Staatsanwaltschaft deutlich kritisiert. Der Prozess beruhe auf Unterstellungen, sagt der Anwalt am Landgericht Hamburg. In dem Verfahren stehen seit Montag drei Männer vor Gericht, die Aurubis aus Hamburg um mehr als 15 Millionen Euro betrogen haben sollen. Die Angeklagten selbst äußerten sich zunächst nicht.
Es handelt sich bei den Angeklagten um zwei Lieferanten, Vater (70) und Sohn (45), sowie einen Materialprüfer (63), der für Aurubis arbeitete. Der Vater und der Prüfer stehen unter anderem wegen gemeinschaftlichen und gewerbsmäßigen Betrugs in 47 Fällen vor Gericht. Der Sohn ist wegen Beihilfe zum Betrug in zwölf Fällen angeklagt. Die Taten sollen sie zwischen April 2012 und August 2016 begangen haben.