Die Aufarbeitung und Prävention sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) geht aus Sicht von Betroffenen immer noch zu schleppend voran. Das wurde auf der Jahrestagung der EKD-Synode in Würzburg deutlich. Eine Studie unabhängiger Wissenschaftler hatte Anfang des Jahres gravierende strukturelle Mängel festgestellt. Demnach wurden jahrzehntelang Täter aus Pfarrhäusern und kirchlichen Einrichtungen geschützt, Opfer von Übergriffen nicht gehört.
Mindestens 2.225 Betroffene und 1.259 mutmaßliche Täter wurden in der sogenannten Forum-Studie dokumentiert. Diese Fälle sind dem Forschungsverbund zufolge nur die «Spitze der Spitze des Eisbergs».