Erstmals treffen sich Betroffene von sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und der Diakonie in Niedersachsen und Bremen zu einem gemeinsamen Forum. Das von der Unabhängigen Regionalen Aufarbeitungskommission (URAK) organisierte Treffen findet am kommenden Samstag in Hannover statt. Sie rechne mit 20 bis 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sagte die Geschäftsstellenleiterin der Aufarbeitungskommission, Ute Dorczok.
«In Hamburg waren es zehn bis zwölf, in Dortmund waren es 60 Teilnehmende», sagte Dorczok mit Blick auf Parallelveranstaltungen in Nachbarbundesländern. Die Teilnehmer sollen ungestört und in einem geschützten Raum unter sich sein: Weder nehmen Pressesprecher von Kirche und Diakonie an der Veranstaltung teil, noch sollen Reporter dabei sein. Eine externe Moderation und ein sogenanntes Awareness-Team sollen das Treffen begleiten. «Vielleicht kommen im Lauf der Zeit noch mehr Betroffene, wenn das Forum bekannte ist», sagte Dorczok.