In Deutschlands katholischen Kirchen sollen bald auch Laien in einer Eucharistiefeier predigen dürfen. Bislang war dies offiziell nicht gestattet. Nun wollen die Bischöfe im Vatikan um Zustimmung für eine neue Predigtordnung bitten. Der neue Vorsitzende der Bischofskonferenz (DBK), Heiner Wilmer aus Hildesheim, werde dieses Thema beim «nächsten Besuch in Rom» mitnehmen, vor Ort im Gespräch erläutern und dafür werben, teilte die Bischofskonferenz in Würzburg mit.
Demnach sollen in Messen nicht nur Priester predigen dürfen, sondern auch «andere geistlich qualifizierte Männer und Frauen, die vom Bischof beauftragt sind». Bereits jetzt gibt es in der katholischen Kirche etwa das Berufsfeld der Pastoralreferentinnen und -referenten, die ein Theologiestudium und eine entsprechende seelsorgerische Ausbildung absolviert haben. Sie dürfen bislang etwa in Wortgottesdiensten oder Andachten predigen, offiziell aber nicht in Eucharistiefeiern.
Die Laienpredigt - und damit auch eine Möglichkeit für Frauen, sich in katholischen Gottesdiensten stärker einzubringen - war beim Reformprozess Synodaler Weg 2023 beschlossen worden.
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