Im Rechtsstreit zwischen einem Missbrauchs-Betroffenen und der katholischen Kirche hat es einen Vergleich gegeben. Über den Inhalt sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte das Bistum Hildesheim mit. Zunächst hatte darüber die «Hildesheimer Allgemeine Zeitung» berichtet. Jens Windel beschuldigt einen verstorbenen Pfarrer, ihn als Messdiener im Alter von neun bis elf Jahren im Pfarrhaus von Sorsum mehrfach vergewaltigt zu haben. Er verlangte in seiner Klage gegen das Bistum im Zuge der Amtshaftung mindestens 400.000 Euro Schmerzensgeld.
Ein Bistumssprecher sagte, dass das Bistum Hildesheim sich bereiterklärt habe, Jens Windel in Fragen, die seine Gesundheit betreffen, auch finanziell zu unterstützen. Außerdem habe sich das Bistum zu einer finanziellen Unterstützung der Betroffeneninitiative Hildesheim verpflichtet. Windel hatte als erster Missbrauchs-Betroffener gegen die katholische Kirche in Niedersachsen geklagt.