Digitale Sichtbarkeit entwickelt sich für Unternehmen in Niedersachsen zunehmend zu einem unverzichtbaren Wettbewerbsfaktor. Gleichzeitig steigt der Druck, Webseiten und Online-Marketing-Maßnahmen datenschutzkonform und sicher zu gestalten. Wer beides miteinander verbindet, erhöht nicht nur seine Reichweite, sondern auch das Vertrauen von Kundinnen und Kunden sowie von Aufsichtsbehörden.
Digitalpräsenz als Standortfaktor in Niedersachsen
Verschiedene Programme wie „Niedersachsen digital aufgeLaden“ und der „Digitalbonus.Niedersachsen-innovativ“ zeigen, dass Niedersachsen gezielt in die digitale Transformation insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen investiert. Ziel ist, stationären Betrieben und regionalen Dienstleistern beim Aufbau von Online-Shops, bei der Suchmaschinenoptimierung und darüber hinaus digitaler Geschäftsprozesse unter die Arme zu greifen.
Was heißt das für viele Unternehmen konkret?
- eine gut strukturierte, mobil optimierte Webseite
- lokale Auffindbarkeit in Suchmaschinen und Karten
- passende Inhalte für Kundengewinnung und Fachkräfteansprache
- Anbindung an digitale Prozesse wie Online-Terminbuchung oder Bestellstrecken
IT-Sicherheit wird zunehmend zum Teil der Wettbewerbsfähigkeit. Die Digitalagentur Niedersachsen betont, dass Datensicherheit und Datenschutz für Betriebe im Land zu einem Markt- und Standortvorteil werden kann, wenn es systematisch angepackt wird.
In die Digitalstrategie binden viele Unternehmen Dienstleister für Konzeption, Webentwicklung und Online-Marketing ein. Anbieter wie die casusbene GmbH kümmern sich dann um digitale Kommunikation, Marketing und Webprojekte.
Marketing, Technik und Datenschutz
Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), Bundesdatenschutzgesetz, landesrechtliche Vorgaben machen es erforderlich, dass personenbezogene Daten von Unternehmen rechtmäßig, transparent und zweckgebunden verarbeitet werden. Betroffen sind alle gängigen Marketing-Maßnahmen, also Tracking, Kontaktformulare, Newsletter-Anmeldungen, eingebettete Dienste von Dritten, etc.
Dazu gehören vor allem:
- Rechtsgrundlagen: Die Datenerhebung erfolgt in der Regel auf Grundlage der Einwilligung oder berechtigen Interesse (für Tracking- und Marketing-Cookies ist in der Regel die informierte Einwilligung erforderlich)
- Transparenz: Die Besucherinnen und Besucher sind darüber zu informieren, welche Daten zu welchem Zweck und an wen ggfs. weitergegeben werden
- Nachweis der Einwilligung: Ein Consent-Management-System dokumentiert, wer wann in welche Verarbeitungen eingewilligt hat und ermöglicht Widerruf und Anpassung
Bei Website-Tracking sind die Anforderungen besonders hoch. Nach Auslegung der Aufsichtsbehörden ist das Setzen nicht technisch notwendiger Cookies ohne vorherige Zustimmung nicht zulässig. Unternehmen haben dabei eine Vielzahl von Möglichkeiten, z.B.
klassische Tools mit Cookie-Bannern, die Tracking erst nach Opt-in aktivieren,
datenschutzfreundlichere Lösungen, die ganz ohne Cookies arbeiten und ohne Personalisierung auskommen, z.B. durch Hash-basierte Auswertung von Zugriffen.
Wie Betriebe geeignete Partner und Konzepte auswählen
Damit Marketing und Datenschutz zusammenpassen, empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen. Die Digitalagentur Niedersachsen stellt dafür Selbstchecks zur Verfügung, mit denen Unternehmen ihr IT-Sicherheitsniveau und mögliche Risiken einschätzen können.
Aus praktischer Sicht lässt sich ein gemeinsames Konzept in drei Schritten aufbauen:
- Bestandsaufnahme
- Design von Marketing und Technik
- Organisation und Nachweis
Bei der Auswahl externer Partner sollten Betriebe darauf achten, dass Agenturen sowohl technische als auch rechtliche Rahmenbedingungen berücksichtigen. Dazu gehört etwa, dass Hosting-Standorte, Auftragsverarbeitungsverträge, eingesetzte Tracking-Tools und Consent-Lösungen dokumentiert und nachvollziehbar erläutert werden können.
Für Unternehmen in Niedersachsen ergibt sich daraus ein gemeinsamer Nenner: Digitale Sichtbarkeit und Datenschutz sind kein Gegensatz, sondern zwei Bausteine einer belastbaren Online-Strategie. Wer Förderangebote nutzt, Self-Assessments zur IT-Sicherheit durchführt und seine Marketingmaßnahmen von vornherein mit den rechtlichen Anforderungen verknüpft, der kann sowohl Reichweite als auch Vertrauen ausbauen und damit eine solide Grundlage schaffen, auf der seine digitalen Geschäftsmodelle gedeihen können.