Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Mobilität und Nachhaltigkeit werden oft mit Städten verbunden - ein Bündnis in Niedersachsen warnt aber davor, das Land abseits der Ballungsräume zu vernachlässigen. «Die ländlichen Räume tragen maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität in Niedersachsen bei», sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer (LWK), Gerhard Schwetje, am Montag. Gemeinsam mit der Landesvertretung der Handwerkskammern legte der Agrarverband Forderungen an die Landesregierung vor, um die ländlichen Räume stärker in den politischen Fokus zu rücken.
«Handwerk und Landwirtschaft sind nicht nur Arbeitgeber und Ausbilder, sondern darüber hinaus auch zentrale Akteure vor Ort zur Versorgung der Bevölkerung und dem Erhalt der Vitalität ländlicher Strukturen», sagte der Vorsitzende der Landesvertretung der Handwerkskammern (LHN), Eckhard Stein.
Niedersachsen ist nach Bayern das zweitgrößte Flächenland der Bundesrepublik. 86.000 Handwerksbetriebe und gut 35.000 Landwirtschaftsunternehmen bilden den beiden Kammern zufolge speziell in der Fläche das «verlässliche Rückgrat der niedersächsischen Wirtschaft».