Zum zweiten Mal seit dem Amtsantritt der schwarz-roten Koalition sind Afghaninnen und Afghanen mit einer Aufnahmezusage nach Deutschland gekommen. Wie ein Journalist der Deutschen Presse-Agentur am Flughafen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erfuhr, wurden sie per Linienflug mit Zwischenstopp in Istanbul nach Hannover gebracht.
Nach Angaben des Bundesinnenministeriums handelt es sich um fünf Menschen, die eine entsprechende Zusage erhalten hatten, und ihre Angehörigen - insgesamt 28 Menschen, von denen 16 minderjährig sind. Sie hatten sich, nachdem sie lange erfolglos auf ein Visum gewartet hatten, an ein deutsches Verwaltungsgericht gewandt.
Anfang des Monats waren auf diesem Weg bereits 47 Menschen aus verschiedenen deutschen Aufnahmeprogrammen für besonders gefährdete Menschen aus Afghanistan nach Hannover gebracht und später auf die Bundesländer verteilt worden. Auch diesmal geht es für die Neuankömmlinge zuerst ins Grenzdurchgangslager Friedland, bevor sie nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel verschiedenen Bundesländern zugeteilt werden.