Mehr als 14.000 Menschen durften in Osnabrück fast den kompletten Sonntag nicht in ihren Wohnungen verbringen. Der Grund: Damit vier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden können, gab es einen Evakuierungsradius von einem Kilometer. Weil aber immer wieder Personen versuchen würden, in das Evakuierungsgebiet einzudringen, habe sich die Arbeit der Kampfmittelexperten um mehr als drei Stunden verzögert, teilte die Stadt am Abend mit.
Ein Sprengmeister sagte laut Mitteilung: «Wir hätten deutlich früher fertig sein können, wenn unsere Arbeit nicht so oft unterbrochen worden wäre.» Dies sei extrem ärgerlich gewesen - und habe die Arbeit an den Blindgängern deutlich gefährlicher gemacht.
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (CDU) sagte, sie danke den Bürgerinnen und Bürgern, die die Evakuierung geduldig mitgetragen haben. Aber für diejenigen, die sich widersetzt und damit den gesamten Einsatz unnötig verzögert haben, habe sie absolut kein Verständnis. «Wir werden die Möglichkeiten, Bußgelder zu verhängen, konsequent ausschöpfen.»