Die Zahl der neu nach Niedersachsen kommenden Flüchtlinge könnte sich 2026 weiter auf dem Niveau dieses Jahres bewegen. «In Anbetracht der deutlich gesunkenen Zahl an Asyl- und Schutzsuchenden, die Niedersachsen 2025 aufgenommen hat, steht zu erwarten, dass es für das Jahr 2026 eine grundsätzlich ähnliche Entwicklung geben wird», sagte Innenministerin Daniela Behrens der Deutschen Presse-Agentur.
Eine Prognose sei allerdings ausgesprochen schwierig, weil die Migration überwiegend von externen und wenig zu beeinflussenden Faktoren wie Konflikten in den Herkunftsländern abhänge. Die SPD-Politikerin wies darauf hin, dass sich 2026 auch die ersten Maßnahmen des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (Geas) auswirken werden.
Die Geas-Reform sieht unter anderem eine Verpflichtung zur Identitätskontrolle bei den Ankommenden vor. Asylbewerber mit einer EU-weiten Schutzquote von unter 20 Prozent sollen ihr Verfahren an der EU-Außengrenze durchlaufen.