Für die finanziell angeschlagene Meyer Werft und ihre Beschäftigten gibt es eine Zukunftsperspektive: Die Verträge für die milliardenschwere Rettung und den Einstieg von Bund und Land Niedersachsen sind unterzeichnet worden. «Die Zukunft der Werft ist damit stabilisiert und jetzt gehen wir fest davon aus, dass wir auch eine positive weitere Entwicklung der Standorte erleben werden», sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies nach einer Betriebsversammlung auf der Werft in Papenburg im Emsland. Klar sei aber auch, dass vor der Werft nun auch eine «harte Sanierungsphase» stehe, sagte der SPD-Politiker - unter anderem sollen rund 340 Arbeitsplätze wegfallen.
Vergangene Woche hatten sowohl der Haushaltsausschuss des Bundestags als auch der Haushaltsausschuss des niedersächsischen Landtags grünes Licht für die Staatshilfen gegeben. Am Freitag waren laut Lies noch vertragliche Details verhandelt worden, an deren Ende dann die Vertragsunterzeichnung stand. An der Rettung der Werft, die vor allem für ihre Kreuzfahrtschiffe bekannt ist, sei eine «Vielzahl von Banken» beteiligt, sagte er. Eine Einigung musste bis zum 15. September stehen, sonst wäre das Geld ausgegangen.