Die Werften-Gruppe Lürssen aus Bremen bereitet sich auf neue Aufträge im Marinesektor vor. Lena Ströbele, eine Geschäftsführerin der Gruppe, nannte den Markt für Kriegsschiffe im Gespräch mit der Hamburger «Zeit» einen Wachstumsmarkt. «Es gibt seit Jahren einen großen Bedarf im Marinesektor und eine entsprechende Planung seitens der Marine.» Aufgrund der geopolitischen Lage sei klarer geworden, dass schneller bestellt werden müsse. Daher würden Regierungen beschleunigt ordern. «So entsteht mehr Volumen.»
Von dem 100 Milliarden Euro schweren Sondervermögen Bundeswehr sei kein Geld bei Lürssen angekommen, sagte Ströbele. Es sei für schnell verfügbares Material gedacht gewesen und nicht für beispielsweise Marineschiffe. Sie fände das nicht ernüchternd. Die 100 Milliarden Euro seien bloß ein Startpunkt. «Auch bei uns werden nach und nach mehr Investitionen ankommen.»