Liegt alte Munition in einem See in Göttingen? Das sollen Spezialisten und Spezialistinnen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes herausfinden. Die Arbeit ist allerdings nicht ganz ungefährlich. Worauf es dabei ankommt.
Für die Bergung von Munition aus dem Wasser kommen besonders ausgebildete Taucher zum Einsatz, die zum Teil von der Polizei unterstützt werden, wie das für Geoinformationen zuständige Landesamt mitteilte. Dort ist der niedersächsische Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) angesiedelt, der sich etwa um Entschärfungen oder kontrollierte Sprengungen von Blindgängern und anderen gefährlichen Gegenständen kümmert.
Bei dem Einsatz am Göttinger Kiessee dürfte die Wassertemperatur eine Rolle spielen. Die sei so kühl, dass ein längerer Aufenthalt im Wasser nicht möglich sei, hieß es von dem Landesamt. Erschwerend hinzu komme eine möglicherweise schlechte Sicht unter Wasser. «Somit ist eine Identifizierung der gefundenen Gegenstände unter Umständen nur durch Ertasten möglich», teilte das Landesamt mit. Nach Angaben der Stadt Göttingen soll eine 450 Quadratmeter große Fläche durchsucht werden.