Die Samtgemeinde Gartow und die Gemeinde Gorleben wollen das ehemalige Bergwerksgelände Gorleben für einen ökologischen Energiepark nutzen. Im Zentrum der Planung stehen die Speicherung von grünem Wasserstoff, die Nutzung von Tiefengeothermie sowie der Aufbau eines regionalen Fernwärmenetzes – gespeist durch Windkraft und Photovoltaik, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung hieß. «Wir sind ganz am Anfang mit den Planungen, aber wir wollen nicht, dass das Betriebsgelände mit den Gebäuden in Gorleben einfach wieder zuwächst», sagte der Gartower Samtgemeindebürgermeister Christian Järnecke (CDU).
Zur Umsetzung sei man in Gesprächen mit der Deutschen Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen (DWK). Die DWK hatte Ende der 1970er Jahre rund 659 Hektar Fläche in Gorleben für ein damals geplantes nukleares Entsorgungszentrum erworben – ein Vorhaben, das bereits in den 1980er Jahren aufgegeben wurde.
Der Salzstock wurde auf seine Eignung als mögliches Atommüll-Endlager untersucht, 2020 schied er aus der Suche aus. Nach dem Rückbau des Bergwerks signalisiere die DWK nun, an einer Nutzung kein Interesse mehr zu haben. Zur Nachnutzung könnte eine kommunale Stiftung ohne Altlastenverpflichtung gegründet werden, sagte Järnecke. Bis Mitte 2026 soll Klarheit über die Verfügbarkeit der Flächen herrschen.