Bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll ist nach Angaben der zuständigen Organisation eine Standortfestlegung bis 2050 noch möglich. Die Auswahl sei zwar ein hochkomplexes Verfahren, teilte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mit. «Aber es ist immer noch möglich, bis Mitte dieses Jahrhunderts einen Standort festgelegt zu haben», sagte BGE-Chefin Iris Graffunder.
Beteiligt an den Vorschlägen ist auch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), das eine schnellere Suche bis spätestens Mitte des Jahrhunderts für notwendig hält. Das sei auch für das Vertrauen der Bevölkerung in das Verfahren und die agierenden staatlichen Institutionen geboten, erklärte die Behörde. Die Endlager-Frage sei schließlich auch eine Sicherheitsfrage.
Die Bundesgesellschaft BGE mit Sitz im niedersächsischen Peine ist verantwortlich, den Standort mit der bestmöglichen Sicherheit für eine Million Jahre vorzuschlagen. Auf Wunsch von Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) seien Vorschläge zur Beschleunigung erarbeitet worden, hieß es. Mitte 2024 hatte das Ministerium mitgeteilt, dass man von einer Endlager-Festlegung bis 2050 ausgehe. Dies sei bereits etwa 20 Jahre später als ursprünglich geplant.