Die veränderte Sicherheitslage in Europa und der Heimatschutz haben als zentrale Themen einen Truppenbesuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Niedersachsen bestimmt. In Munster im Heidekreis hob er am Donnerstag die Bedeutung der Verteidigungsbereitschaft Deutschlands angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine hervor. «Ich halte es für richtig und notwendig, dass wir der Landes- und Bündnisverteidigung noch stärkeren Raum einräumen - und das auch in der Ausbildung», sagte Steinmeier.
Seit zwei Jahren schon führe Russland einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine. «Sicherheit in Europa ist keine Selbstverständlichkeit mehr», sagte Steinmeier. Auf dem Truppenübungsplatz informierte sich der Bundespräsident über die Ausbildung des Führungsnachwuchses der Panzer-, Panzergrenadier- und Heeresaufklärungstruppe.
Im Gespräch mit den Soldatinnen und Soldaten habe er gespürt, dass die gestiegene Sensibilität für Sicherheit auch die Akzeptanz der Bundeswehr in der Öffentlichkeit wachsen lasse, sagte Steinmeier im Anschluss. Er sei beeindruckt von der Präzision der Ausbildung sowie von der Leistungsfähigkeit und Motivation der Soldatinnen und Soldaten. «Wir brauchen eine starke Bundeswehr», betonte er.