Das niedersächsische Innenministerium hat im laufenden Jahr eine Zunahme judenfeindlicher Angriffe verzeichnet. «Diese Entwicklung werden wir niemals akzeptieren oder tolerieren», sagte Innenministerin Daniela Behrens (SPD). Die Sicherheitsbehörden täten deshalb alles, um jüdisches Leben in Niedersachsen bestmöglich zu schützen.
Den Angaben zufolge gab es im laufenden Jahr eine niedrige dreistellige Anzahl antisemitischer Straftaten. Die drei häufigsten Delikte waren Volksverhetzung, das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie Sachbeschädigung.
Im vergangenen Jahr gab es nach Angaben der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) in Niedersachsen 331 antisemitische Taten im Land. Das waren 61 Prozent mehr als im Jahr 2022. Die meisten Taten hatten sich den Angaben zufolge nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober ereignet.