Für ihr Sprachkunstwerk über das Erinnern und das Vergessen ist die österreichische Autorin Natascha Gangl mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet worden. Mit ihrem anspruchsvollen Text «DA STA» («Der Stein») konnte sie im österreichischen Klagenfurt nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum überzeugen.
Die 39-jährige Gangl erhielt deshalb neben dem von der Stadt Klagenfurt gestifteten Hauptpreis von 25.000 Euro auch den Publikumspreis. «Es ziacht mia die Schlapf' aus», sagte die sichtlich gerührte Autorin im Dialekt, was so viel heißt wie «Es zieht mir die Schuhe aus». Der Hauptpreis erinnert an die österreichische Literatin Ingeborg Bachmann (1926-1973).
In ihrem Wettbewerbsbeitrag macht sich Gangl auf die Suche nach den versteckten Spuren eines NS-Verbrechens, das gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in ihrer Heimat nahe der slowenischen Grenze verübt wurde.