In der niedersächsischen Landespolitik ist ein Streit um Lichterfahrten mit weihnachtlich geschmückten Treckern und anderen Landmaschinen entbrannt. Die Paraden in der Adventszeit gibt es seit wenigen Jahren. Sie seien im Nachgang zu den Bauernprotesten entstanden, sagte der agrarpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Marco Mohrmann der dpa.
«Es geht dabei darum, Freude zu verbreiten und den Menschen etwas zurückzugeben.» Viele Familien mit kleinen Kindern stünden bei den Paraden am Straßenrand, bei einer der inzwischen bis zu zehn Lichterfahrten allein im Landkreis Rotenburg seien zudem 20.000 Euro für soziale Zwecke gesammelt worden.
Mohrmann hat eine Kleine Anfrage an das niedersächsische Verkehrsministerium gestellt, denn die CDU sieht die «wunderbare Tradition», wie sie es nennt, gefährdet. Hintergrund ist ein Schreiben des Ministeriums an den niedersächsischen Landkreistag vom 11. November - das interne Schreiben liegt der dpa vor. Darin wird erwähnt, dass das Thema Lichterfahrten inzwischen die für das Straßenverkehrsrecht zuständigen obersten Behörden in den Bundesländern erreicht habe. Problematisiert wird darin unter anderem das Anbringen von Lichttechnik und die Frage nach den erforderlichen Führerscheinen.