Hannovers Ex-Ballettchef Marco Goecke, auch außerhalb der Tanzszene bekannt für eine Hundekot-Attacke auf eine Journalistin, scheint mit sich selbst inzwischen im Reinen. «Ich bin sicher, dass auch jeder andere um mich herum einen dunklen Punkt hat, mit dem er weiterleben muss», sagte er der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». «Aber aus allem Schlechten kann auch etwas Gutes werden.» Auf der Bühne seiner alten Wirkungsstätte wollte er sich beim Publikum entschuldigen - nach einer Premiere am Freitagabend.
«Das hat mich wirklich demütig gemacht»
Goeckes Stücke werden wieder häufiger gespielt. Dem Bericht zufolge hatte die Oper Köln im vergangenen Jahr einen Goecke-Abend mit fünf verschiedenen Stücken organisiert. «Am Ende sollte ich mich auch noch verbeugen», sagte er der Zeitung. «Das habe ich früher oft gemacht, aber das war das erste Mal nach dem Skandal. Es war schlimm, was ich getan habe. Wie würde das Publikum reagieren? Ich war wirklich sehr nervös.» Doch der Applaus war groß: «Es geht hier nicht um Vergebung. Aber das hat mich wirklich demütig gemacht.»
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