Eulen, Wildschweine und Dachse gehören zu den beliebtesten Motiven, die Andree Löbnitz mit der Motorsäge aus Holzstämmen sägt. «Das ist mein Brot- und Buttergeschäft», sagt der 63-Jährige aus Suderburg im Landkreis Uelzen. Er formt Skulpturen nach den Wünschen seiner Kundinnen und Kunden - Werbung macht er nicht. Denn reich werden will er mit seinem Kleingewerbe nicht: «Ich bin nicht gewinnorientiert.»
Gerade hat der Künstler einen schweren Eichenstamm mit Motiven der Insel Fehmarn fertiggestellt. «Mein Kunde ist Deutsch-Amerikaner aus der Umgebung und möchte vor seiner Ferienwohnung auf Fehmarn die Skulptur mit einem Kompass, der Fehmarnsundbrücke und einem Anker darauf abgebildet haben», berichtet Löbnitz. So ein Stamm könne zwischen vier und sechs Tonnen wiegen. Am Ende werde das Relief mit dem Gasbrenner leicht angeschwärzt, damit es dreidimensional wirke.
Über Preise spricht er nicht, aber allein schon das gute Rohmaterial ist nicht ganz preiswert. 500 bis 1.000 Euro müsse man für einen einfachen Eichenstamm bezahlen, der meist voller Knicke und Äste sei. «Das macht nichts, da kann ich umso schöner drumherum sägen», meint der Holzkünstler. Auch störe es ihn nicht, wenn der Eichenprozessionsspinner bereits am Werk gewesen sei, die Stämme seien trotzdem gut erhalten.