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Bundespräsident lobt Kunsthalle: «Außerordentliche Qualität»

Zum Kunsthallen-Jubiläum wird der Bundespräsident in Emden erwartet. (Archivbild) / Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Zum Kunsthallen-Jubiläum wird der Bundespräsident in Emden erwartet. (Archivbild) / Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die Emder Kunsthalle zählt zu den renommiertesten Museen Norddeutschlands. Das 40-jährige Bestehen wird nun mit prominenten Gästen groß gefeiert.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum 40-jährigen Bestehen der Emder Kunsthalle die Erfolgsgeschichte des Hauses gelobt und das Engagement des Gründerpaars Henri und Eske Nannen hervorgehoben. «Ich glaube, jeder, der hier sich von Bild zu Bild leiten lässt, wird beeindruckt sein von der außerordentlichen, wirklich außerordentlichen Qualität dieser Sammlung», sagte Steinmeier vor rund 500 Gästen bei einem Festakt zum Kunsthallen-Jubiläum in der ostfriesischen Seehafenstadt. 

Zuvor hatte der Bundespräsident mit seiner Frau Elke Büdenbender, Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und Kunsthallen-Gründerin Eske Nannen die Jubiläumsausstellung «Bilder, die wir lieben» besucht. 

«Kunst auch außerhalb der Metropolen»

In seiner Festrede erinnerte Steinmeier daran, wie der frühere «Stern»-Gründer Henri Nannen, die Idee verfolgte, 1986 ein Museum für seine Kunstsammlung in seiner ostfriesischen Heimatstadt zu eröffnen, um sie so der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. «Henri Nannen hat in seiner Jugend selber erfahren, wie das ist, wenn man in einer eher ländlich geprägten Region aufwächst, sich nach Kunst sehnt und diese Kunst so weit weg ist», sagte Steinmeier. «Kunst gehört auch in die Regionen außerhalb der Metropolen, das war seine tiefe innere Überzeugung.»

Nach seinem Tod 1996 führte Nannens Frau Eske die Kunsthalle weiter. «Eske Nannen hat sich mit einer bewundernswerten, scheinbar unerschöpflichen Energie, mit Herz und Verstand, für die Sammlung, für Ausstellungen für dieses Haus, auch für seine bessere Zugänglichkeit und die notwendige Erweiterung engagiert», sagte der Bundespräsident. «Ohne sie wäre das Haus nicht der große Erfolg, der es zweifellos ist.» 

Heute zählt die Emder Kunsthalle zu den anerkanntesten Kunstmuseen Norddeutschlands. Schwerpunkte der Sammlung sind Bilder der Neuen Sachlichkeit und des deutschen Expressionismus. Auch eine kreative Museumspädagogik und eine Malschule gehören zur Kunsthalle. Mehr als 2,5 Millionen Gäste besuchten nach Angaben der Kunsthalle die rund 180 Sonderausstellungen in den vergangenen vier Jahrzehnten.

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