Dem Zoll ist ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität im Glasfaser-Internetausbau gelungen. Gegen eine «bundesweit im Breitbandausbau tätige Tätergruppierung aus Südwestfalen» seien Durchsuchungsbeschlüsse an 14 Orten in NRW, Hessen und Bremen in insgesamt 24 Objekten vollstreckt worden, teilte das Hauptzollamt Dortmund an seinem Standort Siegen mit. Den mutmaßlichen Tätern wird unter anderem Steuerhinterziehung und das Einschleusen von Ausländern vorgeworfen.
Die Beschuldigten sollen ein komplexes Firmengeflecht aus angeblichen Subunternehmen und sogenannten Servicefirmen gehabt haben, womit sie Schwarzarbeit verschleiert haben. Der Schaden an nicht gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen wird auf mehr als 4,4 Millionen Euro geschätzt. Die mutmaßlichen Täter sollen dafür gesorgt haben, dass eine Vielzahl von Arbeitnehmern aus Drittstaaten ohne das nötige Visum nach Deutschland reisten und illegal auf Baustellen arbeiteten.