Die Verteidigung eines wegen mutmaßlicher Tötungsdelikte beschuldigten Arztes der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) weist die Vorwürfe gegen ihren Mandanten zurück. Der Beschuldigte bestreite die Anschuldigungen entschieden, teilten seine Anwälte in einer Presseerklärung mit.
Verdacht: vollendeter Mord, Totschlag und versuchter Mord
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hannover wird gegen den 49 Jahre alten Internisten wegen des Verdachts des vollendeten Mordes in einem Fall sowie wegen Totschlags beziehungsweise versuchten Mordes in zwei weiteren Fällen ermittelt. Der Arzt sitzt in Untersuchungshaft. Eine Anklage ist bislang nicht erhoben worden. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stehe die Frage nach den Voraussetzungen und Grenzen palliativer Sterbebegleitung, teilte die Verteidigung mit. Ihr Mandant habe sich bei der Behandlung von Patienten stets innerhalb des rechtlichen Rahmens einer zulässigen indirekten Sterbehilfe bewegt.