loading

Nachrichten werden geladen...

Veröffentlicht mit CMS publizer®

Tierärzte sollen Fleisch ohne Prüfung freigegeben haben

Bereits im Jahr 2023 waren beide Tierärzte unter anderem wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angeklagt. (Symbolbild) / Foto: Friso Gentsch/dpa
Bereits im Jahr 2023 waren beide Tierärzte unter anderem wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angeklagt. (Symbolbild) / Foto: Friso Gentsch/dpa

2018 wurden Missstände auf dem damaligen Schlachthof in Bad Iburg bekannt – und immer noch läuft die juristische Aufarbeitung. Bereits zum zweiten Mal stehen zwei Tierärzte vor Gericht.

Im Herbst 2018 wurde der Schlachthof in Bad Iburg wegen gravierender Fälle von Tierschutzverstößen geschlossen. Welche Rolle bei den Missständen die amtlich bestellten Tierärzte gespielt haben, soll in einem Prozess am Donnerstag (9.00 Uhr) am Amtsgericht geklärt werden.

Angeklagt sind eine 56 Jahre alte Veterinärin und ihr 69 Jahre alter Kollege wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug und zu Verstößen gegen die Lebensmittelbasisverordnung. Sie sollen auf dem Fleisch von geschlachteten Tieren Genusstauglichkeitskennzeichen angebracht haben, obwohl sie vorher keine Lebendtierschau vorgenommen haben, wie vorgesehen.

Beide waren als Veterinäre tätig

Bereits im Jahr 2023 waren beide Tierärzte unter anderem wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angeklagt. Damals wurden sie aus Mangeln an Beweisen freigesprochen. Es konnte ihnen nicht mit der für eine Verurteilung notwendigen Sicherheit nachgewiesen werden, dass sie von den Tierschutzverstößen wussten.

Beide Tierärzte waren in dem Schlachthof als amtlich bestellte Veterinäre tätig. Der Schlachthof war im Herbst 2018 seitens des Landkreises geschlossen worden, nachdem Tierschützer heimlich aufgenommene Videos veröffentlicht hatten, die gravierende Tierschutzverstöße zeigten.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten