Nach der Sachbeschädigung in der Gedenkstätte Ahlem in Hannover ist ein tatverdächtiger Rechtsextremist in Untersuchungshaft gekommen. Der 25-Jährige sei am 12. Mai in Ungarn festgenommen und inzwischen nach Deutschland überstellt worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover. Ein Amtsrichter in Frankfurt am Main habe den Untersuchungshaftbefehl verkündet - nach dem Mann war mit europäischem Haftbefehl gesucht worden. Zuvor hatten NDR und «Hannoversche Allgemeine Zeitung» berichtet.
Schon früher aufgefallen
Der Tatverdächtige soll schon in der Vergangenheit mit politisch motivierten Straftaten aufgefallen und sich im Kreise rechtsextremer Organisationen engagiert haben, hatte die Polizei im Februar mitgeteilt. 2019 sei er erstmals im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen eine inzwischen inaktive rechtsextreme Gruppe in Erscheinung getreten.
Informationen des NDR zufolge war der Mann 2023 nach Jugendstrafrecht vom Amtsgericht Hannover wegen Volksverhetzung, Verunglimpfens des Andenkens Verstorbener und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verurteilt worden.
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