Es ist ein Thema, das noch kaum erforscht ist: Wie gut sind unheilbar schwer erkrankte Häftlinge in den Justizvollzugsanstalten versorgt, die eine palliativmedizinische Versorgung brauchen? Ein Forschungsteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) will sich dieser Frage in den kommenden zweieinhalb Jahren am Beispiel von Niedersachsen widmen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördere die Studie mit rund 356.000 Euro, teilte die MHH mit.
Hintergrund ist, dass Inhaftierte zwar rechtlich Anspruch auf die gleiche medizinische Versorgung wie gesetzlich Krankenversicherte haben. Damit stehen ihnen im Falle einer schweren unheilbaren Erkrankung auch palliativmedizinische Leistungen zu. In der Palliativmedizin steht die Verbesserung der Lebensqualität von unheilbar Erkrankten im Mittelpunkt, etwa durch die Linderung von Schmerzen und anderer belastender Umstände.